Hallo vom Lollapalooza 2016

Hust – nein, die Sommergrippe hat mich nicht erwischt, es ist nur ganz schön staubig hier.

Strahlender Sonnenschein, 28 Grad und ein ausverkauftes Lollapalloza im Treptower Park. Etwas Besseres kann man sich als Festivalbesucher nicht wünschen.

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Tag 1

Mit etwas Verzögerung und leicht angeschwitzt gehen auch wir über LOS ins Herz des Festivals. Wir schreiten die mit Windrädern (die leider nicht lange da hängen wo sie sollen, sondern nach und nach abgepflückt und mitgenommen werden) liebevoll dekorierte Puschkinallee entlang. Wow, cool mal hier lang zu laufen, wo sonst Autos das Straßenbild bestimmen.

Von der Perry Stage nebenan klingen schon wilde Technoklänge an unser Ohr.

Voll ist es, das fällt uns direkt auf. Einen Drink zu bekommen wird bei der Schlange schwer, klappt aber dann doch relativ schnell. Auch die vielen tolle Essenstände sind sehr gut besucht. Verschieben wir unseren Bärenhunger also auf später.

 

Wohin zuerst? Die erste harte Entscheidung steht an: Kaiser Chiefs oder Tocotronic?

Es treibt uns Richtung Alternative Stage zu den Kaiser Chiefs.

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Dann schnell zum sympathischen Max Herre gehüpft, den dürfen wir auf keinen Fall verpassen.

Eigentlich sind wir mit einer Menge Leute verabredet. Jedoch haben wir keine Chance auf Handyempfang. Jetzt bloß nicht Florianski aus dem Augen verlieren, was bei der Menschenmenge gar nicht so einfach ist.

Wow, so viele Menschen vor der Bühne und alle haben Spaß, feiern und sind glücklich.

Nach dem Konzert muss ich erst einmal Luft schnappen – kleine Reizüberflutung.

The 1975 at Lollapalooza, Berlin, Germany - 11 September 2016

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Auf zum grünen Kietz

Nach einem kleinen Frage-Antwort Spiel, weiß ich, welcher Tee zu mir passt und darf ihn auch direkt verkosten. Sehr gut. Tee aus Berlin und Umgebung, selbst gepflückt und mit Liebe hergestellt. Da weiß ich, ist nichts drin, was da nicht reingehört und so schmeckt er auch. Außerdem wird dieses kleine Unternehmen ausschließlich von Frauen geführt. Das gehört unterstützt.

Am Stand von Olafur Eliasson kann man mit der Little Sun kurz sein Handy chargen, wenn es vom vielen Fotografieren (am Telefonieren wird es hier wohl nicht liegen) den Akku leer gefegt hat. Hier treffen wir Siouxzi, die wir direkt mit einem kleinen Interview überfallen.

Nebenbei hören wir Philipp Poisel ins Mirko Jauchzen. Ich bin immer hin und her gerissen ob ich die Musik jetzt gut oder zu tränenzerflossen finde. Hängt wohl von meiner Stimmung ab.

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Jetzt aber zu Paul Kalkbrenner. Faszinierend, dass da jemand nur am DJ Pult steht und so eine riesige Crowd zum Kochen bringt. Respekt.

Eine kleine Verschnaufpause und ein Wässerchen im Pressebereich. Hier kann ich endlich das erste Instagram Video posten und euch ein wenig auf dem Laufenden halten.

Und nun die Entscheidung. New Order für Florianski oder Kings of Leon für mich?

Die Runde geht an mich, immerhin stehen wir quasi schon vor der Bühne.

Der einzige Auftritt der Kings in Deutschland und ich mag sie immer noch genauso wie bei ihrem ersten Showcase damals im Glorias in Köln.

Nun nur noch die 3km zurück zum Auto schaffen, Füße hochlegen und meinen neuen Tee trinken. Ich bin fettich. What a day.

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Tag 2

Heute muss ich ausschlafen. Deswegen geht´s erst später zum Lolla. Dieses Mal sind wir schlauer und parken etwas näher am Gelände. Danke an die Polizei, dass ich uns nicht habt abschleppen lassen.

Als ich nochmal zurück musste, um neue Batterien für unseren Stabi zu holen, hatte ich eine extrem schlaue, super vorausschauende Eingebung: Nimm dir mal lieber ein zweites Paar Schuhe mit, falls deine kapputt gehen, sagte mein inneres Ich. Fragende Blicke bekam ich dazu im Auto. Frau ist halt für alles gewappnet.

Was dann passierte könnt ihr im Video sehen.

James Blake hat wohl alle geflashed, schade dass wir uns verlaufen haben und kurz bei Major Lazer hängen geblieben sind.

Kann man mal sehen, dass es echt ein Festival schafft, so viele Musikrichtungen zu vereinen. Wahnsinn.

Nach der Hitze und dem gestrigen Tag, an dem das Gras im Park platt getreten und der Boden aufgewühlt wurde, haben wir heute das, was wohl zu einem richtig guten Festival dazu gehört. Die Luft ist vernebelt vom Staub. Viele halten sich Tücher vor den Mund.

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Radiohead

Vor der Main Stage stehen schon Stunden vorher die Radiohead Fans. Diese beginnen mit leisen Tönen, es wird ganz still. Es wird ein großartiges Konzert.

Danach ist es Zeit aufzubrechen.

Radiohead

Cleverness galore

Hatte ich erwähnt, dass die Cleverness von Zuhause leider nicht bis zum Festival gehalten hat? Obwohl wir näher am Gelände geparkt haben, war der Weg trotzdem noch ganz schön weit. Und dann ist es plötzlich tatsächlich passiert. Meine Schuhe sind wahrhaftig gerissen. Das erste Mal in meinem Leben. Ich sags mal so: die anderen Schuhe lagen im Auto….

Aber was ist ein Festival ohne Gaffa Tape?

Abschließend bleibt zu sagen, die Range an Essen war wirklich gut. Vegetarisch, vegan (und das wirklich gut) und auch die Fleischfresser kamen nicht zu kurz. Musik für alle vom Feinsten. Gute Laune, nette Menschen. Bisschen weniger Staub, Toiletten mit Licht, wenns dunkel wird und mal ne Möglichkeit zum Händewaschen wär okay gewesen.

Wart ihr auch beim Lollapalooza 2016 im Treptower Park? Was waren eure Erlebnisse? Hat es euch gefallen?

Ich hoffe, euch gefällt mein kleines Video. Viel Spaß dabei.

P.S. Ab heute startet der Vorverkauf für das Lollapalooza Berlin 2017.

Eure Denise

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