Baby Life

Die Gedanken sind frei || Impfen vs. Impfen

2. Januar 2021

Babys impfen

Ein super heikles Thema, mit dem wir uns sehr lange auseinandergesetzt haben und es bis letzte Woche auch noch getan haben.

Es gibt wohl wenige Themen, die so heiß und leidenschaftlich diskutiert werden, wie das Thema Impfen.
Und oft gibt es nur Schwarz und Weiß – entweder ich bin dafür, dass mein Kind geimpft wird oder ich bin total dagegen.

Genau das empfand ich als Mutter eines kleinen Babys total schwierig. Ich bin überhaupt nicht gegen das Impfen, ich habe mich nur immer gefragt, in welchem Maße das sein muss. Wann, was, wie oft?

Dazu haben wir ausgerechnet mit zweit Kinderärzten gesprochen, die komplett gegensätzliche Meinungen dazu hatten.

Die Kinderärztin hat mich eher verachtend angeschaut, als ich gefragt habe, ob man alle Impfungen machen müsse und auch so früh. Für sie war das ganz klar. Alles impfen und das mindestens 3-4 mal, damit es wirkt.

Der Kinderarzt, bei dem wir uns dann noch einmal haben komplett beraten lassen (eine Impfberatung hat dort  30€ gekostet. Ich weiß nicht, ob das ein Standardwert ist), war eher gegen Impfungen eingestellt. Jedoch nicht grundsätzlich und so vehement.

Er erklärte uns, dass das Immunsystem des Babys im ersten Jahr quasi noch auf dem Immunsystem der Mutter läuft. Das hätte zur Folge, dass die Impfungen meist nicht direkt anschlagen und man noch ein bis zwei Mal nachimpfen müsse.

Würde man die Impfungen erst nach dem ersten Lebensjahr oder zumindest nach den ersten 10 Lebensmonaten vornehmen, wäre die Chance, dass das Kind schon sein eigenes, starkes Immunsystem ausgebildet hat, größer. Und somit auch die Möglichkeit, das schon ein bis zwei Impfungen reichen würden. Bei der Masernimpfung wäre es aber zum Beispiel eher selten, dass man mir einer einmaligen Impfung hinkomme.

Ich fand es total gut, wie der Kinderarzt (ein anthroposophischer Arzt) uns das erklärt hat und dass er auf uns eingegangen ist. Er hat uns auch noch Infomaterial mitgegeben und seine persönliche Meinung zu den unterschiedlichen Impfungen gesagt. Bei Rotaviren hat er mich zum Beispiel bestätigt. Dies ist quasi die erste Impfung die ein Baby bekommt. Es handelt sich dabei zwar nur um eine Schluckimpfung, allerdings bekommt ein Säugling diese schon mit 6 Wochen (2-3 Impfdosen im Abstand von 4 Wochen).

Frankreich rät ab

Dort hatte ich gelesen, dass zum Beispiel Frankreich von dieser Impfung grundsätzlich abrät. Okay dachte ich, ein europäisches Nachbarland rät von einer Impfung ab, weil die Nebenwirkungen zu stark und zu häufig auftreten, da muss etwas dran sein. So haben wir diese Impfung weggelassen.

Übertragen werden Rotaviren durch Schmierinfektion oder durch verunreinigtes Trinkwasser. Da ich letzteres ausschließen konnte und ersteres sicherlich auch schwierig ist zu übertragen, wenn man alles sauber hält, es noch keine Geschwister oder viele Kinder gibt, die mit im Haushalt umherschwirren.

Im Nachhinein hat mich das auch sehr bestätigt, da die Kinder von Bekannten ganz schlimme Nebenwirkungen hatten. Aber das muss natürlich jeder selbst entscheiden und vor allem abwägen. Hätte ich schon ein Kind gehabt, dass in die Kita geht, weiß ich nicht, wie ich mich da entschieden hätte.

Die erste Impfung

Da der genannte Kinderarzt uns erst ein halbes Jahr später als Patienten aufnehmen konnten, waren wir zur ersten Impfung nochmal bei unserer „Pro“ Kinderärztin. Allerdings erst, als unser Kind 10 Monate alt war und die Kita langsam bevorstand.
Leider ist ja nur noch eine 5- bzw. 6-fach Impfung möglich, also Röteln oder Windpocken kann man gar nicht weglassen (laut meiner Info). Ich muss sagen, dass mir diese beiden Krankheiten in der Kindheit nicht geschadet haben und ich jetzt als Schwangere froh bin diese gehabt zu haben.

Dann gab es noch eine Impfung, die zur Wahl stand, als ich diese in Frage stellte….hui „also ich als Mutter würde das auf jeden Fall impfen lassen“.

Wie man sich da vor kommt…

Auch auf meine Frage hin, ob gerade Pneumokokken in der Corona Zeit sinnvoll wären, da diese ja das Immunsysten stark schwächen, war die Antwort, dass man gerade jetzt gegen Atemwegserkrankungen impfen sollte. Puh.

Was soll ich sagen, nach dieser krassen Impfdosis, war mein Kind krank. So richtig. Drei schlimme Wochen lang. Fieber, Durchfall, Schnupfen, Husten, alles.

Wow, dachte ich, dafür dass das alles so verharmlost wird.

Bluttest ob Immunisierung schon eingetreten ist

Zum Glück waren wir dann bei unserem anthro Arzt, der dann gegen Masern impfte. Mit ihm besprach ich auch die vegane Ernährung unseres Kindes, gegen die er nichts einzuwenden hatte. Aber wir vereinbarten, weil ich einfach große Sorge hatte, dass meinem Kind etwas fehlen könnte, einen Bluttest, der direkt auch checken würde, ob die Impfungen schon angeschlagen haben. Er hielt es nicht für abwegig, gerade weil so große Nebenwirkungen aufgetreten waren.

Als ich das der anderen Ärztin vorschlug hat sie übrigens vehement abgewehrt und sagte, dass sie mindestens zwei Mal impft eher drei Mal und so ein Bluttest da nichts nützen würde. Eine Immunisierung würde so schnell nicht eintreten.

Nach zwei Wochen hatten wir endlich das Ergebnis und ich musste fast lachen.

Vegan = Vitamin B Mangel?

Da wird doch den Veganern immer Vitamin B Mangel unterstellt (was völliger Schwachsinn ist) und was ist?
Das einzige, was es zu bemängeln gibt am Vitaminhaushalt meines Kindes: er hat etwas zu viel Vitamin B.

Außerdem haben alle Impfungen nach einem Mal schon eine Immunität entwickelt, so dass unser Kind für die nächsten 10 Jahre save ist.

Ist das nicht krass? Wären wir nicht so kritisch gewesen, hätte ich meinem Kind noch weitere Impfungen zugemutet, die gar nicht nötig gewesen wären.

Also, ich kann euch nur raten, bleibt kritisch, hört euch mehrere Meinungen an, seid offen für diese und macht euch eurer eigenes Bild. Lasst euch nicht von anderen verunsichern.

Meist gibt es eben nicht nur Schwarz und Weiß sondern den eigenen Weg, den man finden muss.

Wie steht ihr zum Thema impfen?
Habt ihr eure Kinder direkt impfen lassen oder gewartet?

Wichtig!
Ich bin keine Ärztin, dieser Text basiert natürlich nur auf gefährlichem Halbwissen, das was ich in Erinnerung habe und mir an Infos aus den Gesprächen/Netz gezogen habe. Es stellt meine Meinung und meine Erlebnisse dar. Bitte kontaktiert auf jeden Fall zu medizinischen Themen immer eine/n Ärztin/ Arzt. Möglichst gute, denen ihr vertraut.

 

Macht´s gut und bleibt kritisch,

eure DNice

Nachtrag: meine Krankenkasse übernimmt die Kosten der Blutuntersuchung leider nicht. Sie sind total desinteressiert, auch das die Krankenkasse (BKK proVita) meines Mannes das sofort übernehmen würde interessiert sie nicht und auch wenn sie zugeben, dass wir ihnen viele Kosten durch die Blutuntersuchung gespart haben. Ist das nicht ein Riesenwitz? Ich denke, ich wechsel die Krankenkasse. Jemand der so leichtsinnig das Geld rausknallt auf Kosten von Patienten….

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