15 Minuten, 5 EUR, 0 Carbs = Happy Afterwork Food

Ihr kennt das auch, oder? Man kommt wieder mal viel zu spät von der Arbeit, hat Hunger aber keine Lust sich noch zu verrenken und was anständiges zu kochen. Viel zu schnell greifen die Händchen dann ins Tiefkühlfach und fördern eine unter ernährungs- und figur- und gewissenstechnischen Gesichtspunkten höchst bedenkliche Fertigmahlzeit zu Tage bzw. auf den Tisch. Ich mach es kurz: Es geht auch anders! Und zwar schnell, lecker, günstig und happy-machend.

Los gehts!
- Einkaufen: Mittelgroße Zucchini für Dich, oder Große Zucchini für Zwei kaufen [ca. 80 Cent – 1,20 EUR]. Stück Parmesan [sagen wir 2 EUR], fertige (Bio-) Tomatensoße – ich empfehle die Sugo Piccante von DM [1,99 EUR]. Das sind zusammen grob 5 EUR.
- Große Pfanne, Olivenöl, Kräuter vom Balkoni und im Idealfall den Spirelli bereitlegen [max. 1 Minute]. Pfanne mit etwas Olivenöl benetzen, Herd anstellen, Kräuter waschen und hacken, Zucchini waschen und spiralisieren (oder, wenn Spirelli nicht zur Hand anderweitig in lange, dünne Streifen transformieren) [6 Minuten].
- Zwei tiefe Teller anrichten, Zucchini-Spaghettis zu dem heißen Öl in die Pfanne geben (Salz und Pfeffer druff), mit zwei hölzernen Bratenwendern hin und wieder vorsichtig umschichten. Derweil die Tomatensoße verfügbar machen (Glas öffnen) und den Parmesan splittern oder reiben. [4 Minuten]
- Die leicht angebratenen Zucchini-Spaghetti in die Teller verteilen. Die Tomatensoße in die noch heiße Pfanne geben und die Wärme, das Aroma und das Öl aufnehmen lassen. Dann auf die Spaghettis geben. Parmesan drüber. Wein einschenken. [4 Minuten]
= Das sind insgesamt grob 15 Minuten
Guten Appetit!

Nochmal drei grundsätzliche Dinge zur Lage der Nation: Erstens bin ich weder Vegetarier noch Veganer. Aber ich merke, dass es nichts schadet (im Gegenteil), wenn man hin und wieder so kocht, als wäre man einer. Wenn man also den Parmesan durch Mandelsplitter oder Hefeflocken oder ähnliches ersetzt, hat man sogar eine 1A-veganes Gericht.
Zweitens: Fast ebenso toll wie das gute Karma, welches man durch die politisch korrekte Nahrung gewinnt, ist der Wohlfühlfaktor, der aus der Kohlenhydrat- und Getreidefreiheit herrührt. Insbesondere wenn man spät abends isst. Man genießt leckere Pasta, ist aber danach nicht total im Eimer.
Drittens – und das nur weil bald Wahlen sind, und mir dieses ewige Gejammer von wegen „Politiker sind total doof“ wirklich auf die Nerven geht: Ich finde wir sollten dankbar dafür sein, dass wir in einem Land leben, in dem freie und geheime Wahlen ein Grundrecht sind. Und: Rein farblich würde ich das Gericht auch am 22. September wählen…


